ActionMovement:
Wie entstehen Kämpfe auf der Bühne, ohne dass man sich verletzt? Welche Techniken gibt es, um gefährlich wirkende Situationen zu choreografieren? Stunts können Spaß bereiten, auch wenn es für den Zuschauer anders aussieht. Dazu gehört aber eine gute Körperwahrnehmung, Kommunikation und Vertrauen in den Partner, um koordinierte Abläufe einzuüben und zu beherrschen.
In diesem Workshop geht es um die Vermittlung von Grundtechniken der Stuntarbeit: dem Rollen, Fallen und Schlagen.
Grundlage dafür bildet Ling Lom, auch als „Flugaffe“ oder „Tanzender Affe“ bekannt, eine Kampfkunstpraktik, die aus Thailand und Laos stammt.
Diese Technik basiert auf ein Fünf-Stufen-System, dem Ausweichen, Umlenken, Blockieren, Verknoten und Heben/ Steigen. Dies sind die Bewegungsprinzipien, die jeder gute Stunt besitzt.
Der Fokus wird dabei auf eine wache Partnerarbeit gelegt, woraus sich auch die Möglichkeit für die Entwicklung von Bewegungsmaterial bietet.
Die Berliner Choreograf*in und Performer*in Katja Keya Richter blickt auf eine vierzehnjährige internationale Karriere als Stuntfrau zurück. In mehr als 50 Filmen, darunter Blockbuster und Actionserien, war ihr Können auf diesem Gebiet zu erleben, so in „Der Krieger und die Kaiserin“, „Everybody Dies“, „Strassen von Berlin“, „Heaven“, „Comercial Man“, „Resident Evil“, „Goodbye Lenin“, „V for Vendetta“, „Anonymus“, „The Bookthiev“, „Der letzte Kronenzeuge“ oder „Hinter Gittern“. Zu den Regisseuren mit denen sie arbeitete gehören u.a. Tom Tykwer, die Wachowski-Brüdern, Paul Anderson und Wolfgang Becker.
Seit vielen Jahren lernt Katja Keya Richter traditionelle thailändische Kampfkunst bei dem thailändischen Meister Santas Supastrapong. Dies beinhaltet auch Ling Lom. In ihrer Praxis sucht sie nach einer Verbindung von zeitgenössischem Tanz, asiatischer Kampfkunst und europäischen Stuntelementen.​​​​​​​
Der Workshop wendet sich an Tanz – und Theatermacher*innen mit Bewegungserfahrung und ist für offen für alle Level.​​​​​​​

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